Qualitätsstandards

Wir arbeiten in unseren Kursen nach den Qualitätsstandards des Bundesfachverband feministische Selbstbehauptung und Selbstverteidigung e.V. (www.bvfest.de)

Qualitätsstandards der Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungskurse:

  • Stärkung des Selbstvertrauens, der Handlungssicherheit und damit des  Sicherheitsgefühls der Teilnehmerinnen
  • Schulung der Wahrnehmung
  • Aufzeigen verbaler, körperlicher und körpersprachlicher Möglichkeiten der Gefahrenabwehr durch das Erleben der eigenen körperlichen Kraft und mentalen Stärke
  • Erlernen von subjektiv sinnvollen und anwendbaren Selbstbehauptungsstrategien und Selbstverteidigungsmöglichkeiten
  • Schaffung einer Atmosphäre, in der alle konkreten Erfahrungen der Mädchen und Frauen ernst genommen und ihre bisherigen Handlungsstrategien wertgeschätzt werden
  • Sensibilisierung für Gewaltsituationen
  • Eigenverantwortung für das Leben erkennen und übernehmen
  • Isolation aufheben und Solidarität fördern
  • Information über Gewalt und deren Folgen (Mythos abbauen) vermitteln
  • Schuldzuweisungen und -gefühlen auf Seiten der Frauen und Mädchen entgegenwirken
  • Tauglichkeit der Gegenwehr in Alltagssituationen
  • Aufzeigen von Hilfsangeboten bezüglich (sexualisierter) Gewalt
  • Vermitteln von Spaß am gemeinsamen Erleben in einer Frauen bzw. Mädchengruppe
  • Ich-Stärke erfahrbar machen durch das Vorbild der Trainerinnen
  • Klarstellen, dass Gewalt kein individuelles Problem ist
  • Sexuelle und diskriminierende Gewalt gegen Frauen und Mädchen in den Kontext gesellschaftlicher Machtverhältnisse stellen.

Anforderungen an die Trainerinnen

Die Trainerinnen haben einen feministischen Hintergrund und verfügen über
eine Ausbildung oder langjährige Erfahrung als Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungstrainerin.

Dies beinhaltet:

  • Wissen um Täter-Opferdynamik
  • Kenntnisse über Gruppenpädagogik
  • den kompetenten Umgang mit von Gewalt Betroffenen
  • fundierte Kenntnisse über Rechte der Selbstbestimmung
  • Auseinandersetzung mit verschiedenen Lebensformen
  • Kenntnisse über Beratungsstellen und Hilfsangebote vor Ort
  • Wissen um rechtliche Grundlagen
  • Repertoire von SV / SB-Strategien und körperlichen Techniken, die effektiv und der Situation angemessen sind
  • schätzen ihre fachlichen Kompetenzen realistisch ein
  • besitzen Zusatzqualifikationen für spezifische Zielgruppen
  • reflektieren sich selbst in Bezug auf Geschlechteridentität, Geschlechterrollen, FrauSein und ihren Sprachgebrauch
  • setzen sich theoretisch mit gesellschaftlichen Gewaltstrukturen auf verschiedenen Ebenen und sexueller Gewalt im Geschlechterverhältnis auseinandervernetzen sich und stehen im Fachaustausch mit anderen Trainerinnen.